“Die ohnmächtigen Väter”

Ein Blick in die Schweiz:

“… Mit Schweizer Augen betrachtet, ist es mehr als erstaunlich, welch familienfreundliche Rahmenbedingungen Schweden als Teil der staatlichen Infrastruktur gewährleistet – und zwar mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der wir in der Schweiz den Halbstundentakt der SBB als «normal» empfinden. Zurück zu Hause wartet die nüchterne Realität: Vaterschaftsurlaub null. Elterngeld null. Und ein Kindergeld, das nicht mal für zwei Monate Kinderkrippe reicht.

«Die Politik betreibt eine äusserst wirkungsmächtige Politik, indem sie keine Politik macht. Mit dem Verzicht auf einen gesetzlich verankerten Vaterschaftsurlaub begünstigt sie vom ersten Lebenstag eines kleinen Kindes an die väterliche Entfremdung aus dem familiären Bereich.» Das habe ich im Januar 2013 im Manuskript meines Buches «Co-Feminismus» geschrieben.

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SPD Thüringen befürwortet Gewaltschutzobjekt

Gestern ging seitens der Thüringer SPD die erste konkrete schriftliche Befürwortung unseres Gewaltschutzobjektes ein. Die Unterstützung sieht eine Vorstellung unseres Projektes vor dem Thüringer Gleichstellungsausschuß sowie die Einbringung in die Haushaltsplanung für die kommende Legislaturperiode vor. Hier geht es zur Zusammenfassung des Landtags-Gesprächs am 18. 07. 2014, hier ist das Schreiben hinterlegt. Wir bedanken uns herzlich bei der Gleichstellungspolitischen Sprecherin Frau Birgit Pelke sowie dem Parlamentarischen Geschäftsführer David Eckardt.

Darüber hinaus liegt uns seit Kurzem eine befürwortende Mail der Thüringer CDU vor, um deren schriftliche Konkretisierung wir bereits ersuchten.

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“Zum Familienrat statt vors Familiengericht”

“… Es gibt viele Krisen, in denen Familien stecken können. Mit einem ungewöhnlichen Angebot versucht das Jugendamt (Stuttgart, d. Verf.) den Betroffenen zu helfen, selbst zu Lösungen zu kommen: Es beruft Familienräte ein, die von Bürgern organisiert werden. Eltern, Großeltern, Kinder, Tanten, Onkel, Freunde und weitere Vertraute kommen im Idealfall zusammen, um einen Plan zu entwickeln.

„Es geht um eine gute Lösung für das Kind, das steht im Mittelpunkt und nicht das Vergangene“, erklärt Heike Hör vom Jugendamt, die das Angebot koordiniert. Je mehr Menschen dabei seien, desto mehr Ideen würden auch entwickelt. Der selbstverantwortliche Ansatz ist so erfolgreich, dass die Stadt den Familienrat nach einer vierjährigen Pilotphase im April ins Regelangebot überführt hat. Rund 140 Familienräte sind abgehalten worden. Einer früheren Evaluation zufolge beurteilten die Fachkräfte des Jugendamts den Familienrat in 90 Prozent der Fälle positiv. Auch 80 Prozent der Beteiligten würden ihn weiter empfehlen. …”

Quelle / gesamter Artikel: Stuttgarter Zeitung

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“Kurzumfrage: Bedeutung von Vätern”

Wenngleich bereits etwas älter, verweisen wir dennoch gern auf die Umfrage zur Bedeutung von Vätern der “Hessenstiftung Familie hat Zukunft”. Zur Umfrage bitte hier entlang.

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Bernd Siggelkow (“Die Arche”) zu Kinderarmut und zur Position des Jugendamtes

“… Und die Kinder? Was fehlt ihnen am meisten?

Es geht nicht in erster Linie um finanzielle Not. Natürlich können Empfänger von Transferleistungen keine allzu großen Sprünge machen. Ein viel größeres Problem aber ist: Viele junge Menschen wachsen heute in emotionaler Armut auf. Viele von ihnen haben nicht das Gefühl, dass es irgendjemanden gibt, der an sie glaubt, der sie wertschätzt und unterstützt. Einige kriegen sogar von ihren Eltern zu hören, dass sie unerwünscht sind. Bei den Kindern bleibt das hängen und hinterlässt eine Narbe. Mit Blick auf das Materielle benehmen sich die Kinder wie kleine Erwachsene. Sie kämpfen um die Existenz. Es soll niemandem auffallen, dass sie irgendwie anders sind – sie versuchen, ihre Armut zu kaschieren.

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Häusliche Gewalt: wichtige Termine / Forderungspapier (Niedersachsen und Thüringen)

Wir dürfen auf zwei wichtige Termine in Thüringen und Niedersachsen hinweisen, die sich mit der Thematik häuslicher Gewalt befassen: Zum Einen findet am 29. 08. 2014 in der Rotunde im Erfurter Regierungsviertel die Podiumsdiskussion “Sie haben die ´Wahl´ – Unterstützungssystem gegen häusliche Gewalt in Thüringen sichern!“, zum Anderen findet am 26. 11. 2014 in der Akademie des Sports in Hannover die Fachtagung “Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen für Intervention und Prävention” statt. Die Anmeldemodalitäten sind, insofern sie sich nicht bereits online erschließen, beim jeweiligen Betreiber der Website zu erfragen.

Darüber hinaus weisen wir auf das Forderungspapier “Anforderungen an zukünftige Landesregierung im Kontext “häusliche Gewalt”” an die neu zu wählende Thüringer Landesregierung hin, das jedoch aus unserer Sicht noch einigen Nachbesserungsbedarf aufzeigt.
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Ministerin Schwesig will Familien (weiter) schwächen

Trotz stagnierender Fallzahlen steigen seit Jahren die Inobhutnahmen kontinuierlich und frappierend an. Immer wieder berichten die Medien (wie beispielsweise jüngst die Junge Welt) über deutliche Kompetenzüberschreitungen und Rechtsbeugungen im Umgang mit Familien. Dennoch will Familienministerin Manuela Schwesig die bestehenden Gesetze weiter ausrichten:

“… Konkret sollen Kinder, die in Pflegefamilien leben, künftig mehr Schutz erfahren. Jugendämter und Gerichte könnten sich dann bei ihren Entscheidungen, wo ein Kind leben soll, stärker nach dem Kindeswohl richten und nicht nach dem Vorrecht der Eltern, das im Grundgesetz verankert ist. So soll verhindert werden, dass Kinder immer wieder zu ihren leiblichen Eltern zurückmüssen, obwohl diese sie misshandeln oder vernachlässigen.

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Hamburg: Jeder zehnte ASD-Mitarbeiter hat einen Nebenjob

Angesichts der Arbeitsbelastung vieler Jugendamtsmitarbeiter* eine fragwürdige Meldung:

“… Etwas mehr als jeder zehnte Mitarbeiter der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) geht einer Nebenbeschäftigung nach. Das geht aus der Antwort des SPD-Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Christoph de Vries hervor.Der Sozialexperte stuft das als “sehr bemerkenswert” ein. Denn die Jugendamtsmitarbeiter hätten oft über die hohe Arbeitsbelastung geklagt, zuletzt im Untersuchungsausschuss “Yagmur”, der den Tod des dreijährigen Mädchens aufklären soll. Dass dennoch 48 von 410 ASD-Mitarbeitern einen Zweitjob haben, werfe Fragen auf. …”

Quelle / gesamter Artikel: Hamburger Abendblatt
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

“Familiengerichte: Jedes zweite Gutachten mangelhaft”

“169.800 Ehen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland geschieden. In diesem Jahr werden es ähnlich viele sein. Nicht selten beginnt dann der Kampf ums Kind vor einem Familiengericht. Richter lassen sich meist bei ihrer Entscheidung von Gutachtern helfen. Doch die Gutachten sind vielfach mangelhaft, wie eine Studie jetzt belegt – mit verheerenden Auswirkungen für die Familien. …”

Quelle / gesamter Artikel: Das Erste / NDR
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Korruptionsverdacht in Niedersachsen: 2000 Juristen sollen Examen gekauft haben

“Das Land Niedersachsen lässt 2000 Jura-Examen untersuchen. Die angehenden Juristen sollen sich den Abschluss regelrecht gekauft haben. Maßgeblich beteiligt an dem florierenden Handel: Ein Mitarbeiter des Landesjustizprüfungsamtes.

Über ihn sollen sich die angehenden Juristen in Niedersachsen die guten Noten im Examen buchstäblich gekauft haben. Wegen Korruptionsvorwürfen gegen einen Mitarbeiter des Landesjustizprüfungsamtes werden dort nun die Abschlussprüfungen von rund 2000 Juristen untersucht. …”

Quelle / gesamter Artikel: RP online

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